Searching for Sugar Man

Mit Searching for Sugar Man hat Malik Bendjelloul aus der unglaublichen Geschichte des Folk-Sängers Sixto Rodriguez einen wunderbaren Film gemacht.

Sixto Rodriguez war in seiner Heimat ein erfolgloser Folk-Sänger, der 1970/71 zwei Alben aufnahm, um dann in Vergessenheit zu geraten. Um so erfolgreicher war er in Südafrika, wo seine beiden Platten zum Soundtrack einer rebellischen, weißen, jungen Generation wurden.

Neben seinen Texten trug zu seinem Legendenstatus bei, dass es keinerlei Infos über ihn gab. Gerüchte über sein vorzeitiges Ableben gab es viele, nur die Todesart variierte: es blieb unklar, ob er sich nun auf der Bühne erschossen oder angezündet hatte.

Mitte der 1990er Jahre machen sich ein Fan und ein Musikjournalist auf, endlich herauszufinden, wie Rodriguez wirklich gestorben war. Als sich seine Tochter auf der dazu eingerichteten Website meldet, entdecken eine der unglaublichsten Geschichten, die die Musikgeschichte geschrieben hat.

Interviews mit Weggefährten und Fans, dazu ein Soundtrack der aus den Liedern Rodriguez’ besteht — Bendjelloul bringt uns in das Detroit von 1970 und in die Jugendkultur des weißen Südafrikas zur Zeit der Apartheid. Südafrika war durch die Zensur der eigenen Regierung und das Embargo der Welt vom Weltgeschehen abgeschnitten, so dass hier eine alternative Realität der Karriere von Rodriguez entstehen konnten.

Der Film gewann 2012 den Dokumentarfilm-Oskar.

 

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